F wie Fachkräftemangel
F wie Fachkräftemangel

F wie Fachkräftemangel

Was genau ist eigentlich der so genannte Fachkräftemangel? In den Diskussionen und Debatten über den aktuellen Arbeitsmarkt taucht dieser Begriff immer häufiger auf – doch was bedeutet er?

Was ist der Fachkräftemangel?
Warum kommt es zum Fachkräftemangel?
Welche Bereiche und Berufe sind besonders vom Fachkräftemangel betroffen?
Fachkräftemangel: Unterschied zum Arbeitskräftemangel

Was ist der Fachkräftemangel?

Grundsätzlich versteht man unter Fachkräften Arbeitnehmer:innen, welche eine akademische Ausbildung oder eine Berufsausbildung mit einer Mindestdauer von zwei Jahren absolviert haben. Wenn die Nachfrage nach eben solchen Fachkräften über eine längere Zeit nicht gedeckt werden kann, dann spricht man von einem Fachkräftemangel.

Warum kommt es zum Fachkräftemangel?

Für einen Fachkräftemangel kann es verschiedenste Anzeichen geben. Sind mehr offene Stellenanzeigen vorhanden als Bewerber:innen, so kann man den Mangel klar erkennen. Dazu zählt auch die Vakanzzeit, welche die Zeit bis zu einer Neubesetzung der offenen Stelle beschreibt. Verlängert sich diese, so spricht man auch von einem Fachkräftemangel.

Auch auffällig ist, wenn das durchschnittliche Gehalt in einer bestimmten Branche steigt. Das deutet auf bessere Verhandlungspositionen seitens der Arbeitnehmer:innen hin und das dies folglich die einzige Option der Unternehmen ist, diese zu halten.

Welche Bereiche und Berufe sind besonders vom Fachkräftemangel betroffen?

In Deutschland kommt ein Fachkräftemangel besonders häufig in folgenden Branchen der Arbeitswelt vor:

  • Handwerk
  • MINT-Berufe (Ingenieure, Maschinenbau)
  • Software und IT
  • Pflege und Gesundheitswesen
  • Industrie

Der demographische Wandel hat einen wichtigen Anteil an der Entstehung des Fachkräftemangels. Das liegt daran, dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter drastisch sinkt und somit auch weniger Angebot auf dem Arbeitnehmer:innen-Markt herrscht.

Besonders betroffen ist hier der Fachbereich Pflege. Durch das Altern der Bevölkerung steigen die pflegebedürftigen Menschen. Gleichzeitig sinken die jungen erwerbstätigen Arbeitnehmenden, die diese versorgen und pflegen können. So entsteht ein deutliches Ungleichgewicht, welches zu einem Teufelskreislauf führt.

Auch ein großer Faktor ist, dass sich mittlerweile immer mehr junge Menschen gegen eine duale Berufsausbildung und für den akademischen Weg entscheiden, um höhere Positionen einnehmen zu können. Besonders klassische Berufe in der Pflege oder im Handwerk werden immer unbeliebter.

Fachkräftemangel: Unterschied zum Arbeitskräftemangel

Vom Fachkräftemangel klar zu unterscheiden ist ein Arbeitskräftemangel. Auch hiervon wird gesprochen, wenn das Angebot auf dem Arbeitsmarkt, die von Arbeitgeber:innen bestehende Nachfrage langfristig nicht decken kann. Allerdings ist der Begriff “Arbeitskräfte” ein Sammelbegriff für alle arbeitsfähigen Personen. Hier spielt die Qualifikationsstruktur keine tragende Rolle.


08. August 2024 08.08.24
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